Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass gewinnt, wer den längeren "Schnauf" hat. Dabei spielt Zeit nur eine Rolle. Eine andere das Geld, denn mehrere Gerichtsverfahren mit vorangehend hohen Anwaltskosten muss man sich leisten können. Und ich als Frau - laut neusten Untersuchungen im Lohn immer noch 23 % günstiger im Angebot der Arbeitswelt - und hauptsächlich Mutter mit unbezahltem Arbeitsplatz daheim habe schon von Natur aus (das kann man schon fast zynisch verstehen) erheblich weniger Mittel zur Verfügung als ein 100 % arbeitender Mann in Kaderposition. Völlig ungeachtet dessen, dass ich ja Unterhalt bekomme. Denn trotz ehrlichen und kräftereibendem Bemühen um eigenen Verdienst, ich habe monatlich immer noch wesentlich weniger Franken und Rappen zur Verfügung als mein Mann. Und ich lebe zu Dritt mit meinen Kindern. Mein Mann allein. In einer teureren Wohnung und vielen anderen Annehmlichkeiten, selbstverständlich. Denn die Welt ist männlich.
Zur Verzögerungstaktik in der ganzen Kriegslist um die Scheidung gehört auch, dass der Anwalt meines Mannes erst nach 3 Monaten - also 10 Wochen später als vom Gericht gefordert - die notwendigen Unterlagen und Dokumente nachreichte und die ausstehenden Informationen lieferte. Diese habe ich bis heute nicht gesehen. Auch nach mehreren intensiven, langen Telefongesprächen mit meinem Anwalt über diversen Szenarien, wie es weitergehen könnte - es ist alles noch beim alten: gemeinsames Sorgerecht, ungeschieden.
Ist das (s)ein Ziel?
Sonntag, 2. März 2008
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