Einmal mehr kam ich ihm entgegen. Und einmal mehr hat er mich enttäuscht. Sieht so aus, als wäre ich nicht lernfähig. Bin also immer noch zu gutgläubig. Nach allem, was geschehen ist, handle ich wider besseren Wissens. Und immer wieder zugunsten der Kinder.
Die Grossmutter feierte ihren 80. Geburtstag. Und da sie die Mutter des Kindsvaters ist, hatten wir ein Problem. Mit mir. Ich konnte doch nicht auch eingeladen werden, das gibt doch nur Streit oder zumindest schlechte Stimmung. Keine Sorge, da trete ich freiwillig ein-zwei Schritte zurück. Für mich ganz selbstverständlich, dass die beiden Enkel mitfeiern durften, auch wenn es kein Besuchswochenende war. Sofern sie rechtzeitig wieder zu Hause sind. Abgemacht war eine halbe Stunde später als üblich - mein Entgegenkommen lautete auf 19.30 Uhr statt 20.00 Uhr wie für diesen Anlass gewünscht.
Ich hätte mir denken können, dass es nicht klappt. Nur 12 Minuten von zu Hause weg haben alle miteinander im Restaurant gefeiert. Kein Stau weit und breit hätte sie also vor einer rechtzeitigen Rückkehr gehindert. Um 19.40 fragte ich nach, wo die beiden Schulkinder blieben. Das Dessert hielt sie zurück. Um 20.15 war immer noch niemand da. Also später, als die Zeit, die der Vater selbst vorschlug. 21.30 Uhr. Das machte mich nicht nur nervös sondern auch wütend. Schliesslich habe ich am nächsten Morgen die Konsequenzen zu tragen, wenn die Kinder müde und nicht aus dem Bett zu bringen sind. Und fallen die Prüfungsnoten nur genügend aus, wird das sicher mir angelastet. Die Konsequenzen habe also in jedem Fall ich zu tragen. Die Ursache liegt jedoch nicht bei mir. Erst um 21.45 Uhr waren T+A daheim.
Warum hätte ausgerechnet diesen Sonntag etwas klappen sollen, das während 10 Ehejahren nicht funktionierte!
Montag, 10. März 2008
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