Das ist eine Kampfansage! Denn wenn es um meine Kinder geht, hört jeder Spass auf. Darum muss ich drastische Gegenmassnahmen treffen, um das Sorgerecht - zu Recht! - behalten zu können. Wenn Lüge ein taktisches Mittel im Scheidungskampf ist, dann ist mir die Wahrheit nur recht und billig.
"Die Kinder entwickeln sich dem Alter entsprechend", stellt mein Anwalt fest. Und bemerkt gleichzeitig, dass die beiden selbstverständlich die nicht immer fairen Auseinandersetzungen der Eltern mitbekommen und auf ihre Art und Weise darauf reagieren. Das Gericht muss sich heute überzeugen, ob die Befürchtungen des Vaters zutreffen und verlangt ein psychologisches Gutachten.
Tönt ja superheftig. Ist es auch. Und vor allem einseitig. Während der Psychiater einen expliziten Problemfall beurteilen muss, bemühe ich mich um ein ausgewogenes Gesamtbild. Das ist nur möglich, wenn verschiedene Personen - Frauen wie Männer, Väter wie Kinderlose, Pädagogen wie andere Fachleute - Auskunft geben. Und sich nicht auf eine kurze Momentaufnahme beschränken sondern mehrere Monate oder gar Jahre ihrer persönlichen Erfahrung mit den beiden kund tun. Schriftlich. Vielleicht sogar verstärkt mit Zeugenaussagen.
Das ist keine Science Fiction.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
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